Glossar

European Securities and Markets Authority (ESMA)

Im neuen Europäischen Finanzaufsichtssystem seit 1. Jänner 2011 ersetzt ESMA als für die Wertpapieraufsicht zuständige europäische Aufsichtsbehörde das Committee of European Securities Regulators (CESR).

Aus dem früheren Committee of European Banking Supervisors CEBS ging die neue Bankenaufsichtsbehörde „European Banking Authority" (EBA) und aus dem Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors CEIORS die „European Insurance and Occupational Pensions Authority" (EIOPA)" für Versicherungsunternehmen und betriebliche Altersvorsorge hervor.

Die drei neuen Behörden werden ihre bisherigen Aufgaben weiterführen. Zur Sicherung der Stabilität des Finanzsystems in der EU wurden ihr Aufgabenspektrum, ihre Kompetenzen und die eingeräumten Kontrollrechte jedoch erheblich erweitert.

Als zentrales Gremium der ESMA entscheidet das Aufsichtsorgan, in dem alle Leiter der nationalen Bankaufsichtsbehörden stimmberechtigt sind, über Standards, Leitlinien und Empfehlungen.

Zur Förderung von Transparenz und Fairness auf dem Finanzmarkt soll ESMA verbindliche Standards zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Regelwerks entwickeln und die Anwendung des gesamten EU-Rechts seitens der nationalen Aufsichtsbehörden sicherstellen. Sie hat die Befugnis, bei Meinungsverschiedenheiten zwischen nationalen Aufsichtsbehörden verbindliche Entscheidungen treffen und Finanzinstituten direkte Anweisungen zu erteilen. Weiters wird ESMA Ratingagenturen EU-weit zulassen und beaufsichtigen.

Im laufenden Jahr legt ESMA einen Schwerpunkt auf die Umsetzung der im November 2010 vom Europäischen Parlament beschlossenen Alternative Investment Fondsmanager (AIFM) Richtlinie.

 

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