Glossar

Convertible Arbitrage (Investmentstrategie)

Als „convertible arbitrage“ bezeichnet man eine Investmentstrategie, bei der Investoren versuchen, ineffiziente Preisermittlungen für Wandelanleihen auszunützen. Dabei geht ein Investor eine short-position auf Aktien einer Unternehmung ein und zeichnet außerdem eine korrespondierende Anzahl an Wandelanleihen der gleichen Unternehmung. Fällt nun der Aktienkurs, profitieren der Investor von seiner short position. Darüber hinaus profitiert er, weil Wandelanleihen einer Unternehmung in der Regel nicht in jenem Ausmaß an Wert verlieren wie Aktien der gleichen Unternehmung (ineffiziente Preisermittlung). Der Grund dafür liegt im Umstand, dass Wandelanleihen teilweise wie festverzinsliche Wertpapiere bewertet werden. Steigt der Kurs, so löst der Investor seine Aktienoption ein (siehe Wandelanleihe) und profitiert vom steigenden Wert der Aktien (sowohl von den ursprünglich Gekauften, als auch von den später Eingetauschten). Die Strategie der convertible arbitrage ist aus mehreren Gründen höchst riskant, unter anderem deshalb, weil Wandelanleihen nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt in Aktien umgetauscht werden können.

Siehe auch:
Wandelanleihe (Convertible Bond)
Short Selling
Long Selling
Festverzinsliche Wertpapiere (Fixed Income Products)

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